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Das PREMIUM-Betriebssystem

Ausgehend von der Idee, seine eigene Cola zu brauen, die premiumcola (http://www.premium-cola.de) hat das premium-Kollektiv, dem wir auch angehören, ein premium-Firmen-Betriebssystem definiert, dem wir uns mittlerweilen in 13 Modulen angeschlossen haben. Die Vision des premium-Betriebssystems ist die Vereinbarkeit von Wirtschaft und Moral. Faires Wirtschaften ist machbar und soll von Premium-Betrieben bestmöglich umgesetzt werden.

 

Die Vision des premium-Betriebssystems ist die Vereinbarkeit von Wirtschaft und Moral. Faires Wirtschaften ist machbar und soll von Premium-Betrieben bestmöglich umgesetzt werden.

 

Der Premium-Leitsatz lautet:

 

"Premium will die Welt verbessern, indem es ein menschliches und nachhaltiges Wirtschaftsmodell funktionierend und tragfähig vorleben und verbreiten will."

 

Das Premium-Betriebssystem besteht aus den Haupt-Handlungsfeldern Ökologie, Soziales und Ökonomie; hinzu kommen noch Schutz- und Transferfelder.

Nachfolgend findet ihr die Module, denen wir uns bereits verschrieben haben. Die gesamte Beschreibung des premium-Betriebssystems (also inkl. den Modulen, die wir (noch) nicht integrieren konnten, könnt ihr hier als PDF downloaden

 

 

Was ist "DIE AUGUSTE - premium-junkfood?"

Die Auguste macht schon seit über drei Jahren premium-junkfood. Der Ideengeber und Inhaber Boris Hagel ist bereits seit fünf Jahren premium-cola Sprecher in Nürnberg und hat premium-cola und -bier in einigen premium-korrekten Läden, wie K4 oder DESI eingeführt. Vor einigen Jahren war er Mitinitiator im premium-Kollektiv für die Einführung von premium-Bier, das derzeit erfolgreich in Zusammenarbeit mit der Klosterbrauerei Weißenohe vom Kollektiv premium-korrekt vertrieben wird.

Seit Januar 2009 entwickelte er mit Chefkoch und Kompagnon Tom Kretschmer das premium-junkfood-Konzept gezielt weiter und stellt sich in vielen Punkten dem premium-Betriebssystem:



ÖKOLOGIE



01. Modul „Verzicht“

Die Auguste bietet in vielen Bereichen "regional" an. Dies bedeutet zum Beispiel Verzicht auf Salat-Treibhausware im Winter. Unsere Salate werden jahreszeitlich sinnvoll zusammengestellt, eben was die Region in der aktuellen Jahreszeit gerade hergibt. Auf Import aus dem Ausland wird weitgehend verzichtet, auch wenn die Ware teurer ist.



03. Modul "CO2-Ausgleich"

Einen CO2-Ausgleich haben wir uns noch nicht überlegt, jedoch beziehen wir sowohl Lebensmittel, als auch Getränke ausschließlich in regionaler Großhandles-Belieferung. Wir achten sowohl bei Getränken, als auch bei Lebensmittel darauf nach Möglichkeit nur aus der Region zu beziehen, das spart CO2.



04. Modul „Bio / Bioland“

Die Auguste bietet einige wichtige Lebensmittel in BIOLAND-Qualität ausschließlich aus der Region an. Dazu zählen die Kartoffeln für die Pommes und unsere legendäre Currywurst. Wenn Schinken oder Salami eingesetzt wird, so sind diese ebenfalls in BIO-Qualität. Ebenso das Mehl. Einige Getränke bieten wir in BIO an, dazu gehören Tees, Kaffee (ist außerdem fairtrade) und unsere beliebten Limos von dem Traditionsbetrieb VOELKEL. Auch beim Bier bieten wir eine "helles" und ein Pils (premium-bier) in BIOLAND-Qualität an. Von einem kompletten BIO-Angebot sind wir aber weit entfernt und das streben wir auch nicht an. Wir versuchen eine vernünftige Gratwanderung. So beziehen wir unser Gemüse, das nicht in BIO ist, komplett von einer fränkischen Erzeugergenossenschaft von Bauern aus dem Knoblauchsland. Die Produkte sind weitgehend aus dem "integrierten Anbau", d.h. von Betrieben, die sich verpflichtet haben weitgehendst auf Spritz- und Düngemittel zu verzichten, manche befinden sich auch in der BIO-Umstellung.



05. Modul „Transporte“

wir beziehen sowohl Lebensmittel als auch Getränke ausschließlich in regionaler Großhandles-Belieferung. Wir achten sowohl bei Getränken, als auch bei Lebensmittel darauf nach Möglichkeit nur aus der Region zu beziehen.



06. Arbeitsmodul „Energie“

wir haben einen hohen Strom-Energiebedarf. Ab Mitte 2011 werden wir auf einen Öko-Strom-Anbieter mit einem Angebot aus regenerativen Energiequellen umstellen.



SOZIALES

01. Basismodul „Mindeststandards“ (Mindestlohn)

Es mag trivial klingen, ist aber die Basis für vieles: wir gehen davon aus, dass alle Menschen in einer Gesellschaft prinzipiell erst mal gleich"wertig" und wichtig sind, dass alle etwas können und beitragen für ein Miteinander, und dass man deshalb auf alle Menschen gleichermaßen achten sollte. Deshalb gilt es, Entscheidungen im Modul "Konsensdemokratie" zu treffen, damit Minderheiten nicht so leicht benachteiligt werden können. Außerdem ergibt sich daraus, dass es nicht nur einen Mindestlohn zu geben hat, sondern auch einen Maximallohn. Die Auguste trägt dem Rechnung, dass Aushilfen und Festangestellten ein Mindestlohn von EUR 7,50 gezahlt wird. Für die Unternehmer gilt, dass diese ebenfalls maximal den Mindestlohn von EUR 7,50/Stunde entnehmen dürfen.
Trinkgelder werden durch alle Beteiligte geteilt und nicht einbehalten von den Chefs, wie oft üblich.



3. Modul „Konsensdemokratie“

Konsensdemokratie versuchen wir so umzusetzen, dass wir auf Vorschläge und Gedanken unserer Mitarbeiter intensiv eingehen und diese auch regelmäßig umsetzen.
Von einer Konsensdemokratie wie bei premium-cola sind wir aber noch viele Schritte entfernt.


04. Modul „Transparenz“

Gegenüber dem Gast: Wir legen die Nährwerte und Zusammensetzung unserer angebotenen Speisen auf Wunsch offen. Dies ist insbesondere für Allergiker oder Veganer wichtig. Wir verwenden keine undeklarierten Zusatzstoffe und verzichten gänzlich auf Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe.

Gegenüber Mitbewerbern: Wir helfen regelmäßig neuen Gastronomen bei der Aufstellung ihres Objektes. Alle unsere Ideen sind "open-franchise", gerne geben wir Neulingen Tipps.

Gegenüber Mitarbeitern: Wir legen regelmäßig Gewinn- und Verlustrechnungen vor, um unser Wirtschaften zu erklären.



06. Modul „Handschlag“

schriftliche Verträge gehen wir nicht ein. Bei uns gilt der Handschlag, an den wir uns auch halten und bisher haben wir auch bei unseren Vertragspartnern keine schlechten Erfahrungen gemacht.



07. Modul „Alkoholvorsorge“

In der Auguste gibt es stets einige Getränke, die mengenmäßig günstiger sind, als das billigste alkoholhaltige. In der Auswahl bieten wir sehr viele antialkoholische Getränke an, die keine Langeweile aufkommen lassen. Es gibt auch alkoholfreie Cocktails.



11. Arbeitsmodul "Treue"

Wir wollen unseren Lieferanten und Partnern eine möglichst große Planungssicherheit bieten und sind ihnen daher extrem treu. Das bedeutet, wir arbeiten einfach über Jahre miteinander, verhandeln fast nie die Preise, freuen uns wenn die Zusammenarbeit läuft und setzen diese gern ewig fort. Auch im Fall von Problemen wird lieber länger verhandelt und gemeinsam nach einer Lösung gesucht als sofort der Lieferant ausgetauscht … Diese Haltung ist übrigens auch klug unserer Meinung nach, weil man sich eben häufige Wechsel bzw. den Aufwand dafür erspart. Wenn wir uns dann doch von einem Lieferanten oder Mitarbeitern trennen müssen, ist das praktisch ein mittlerer Staatsakt.



12. Modul "Ausbildung"

Die Auguste bildet aus. Wir haben seit einem halben Jahr zwei Azubis in den Berufen "Koch" und "Fachkraft in der Gastronomie". Auch wenn die Ausbildung teurer ist, als die sonst übliche Einstellung von Aushilfskräften, meinen wir, dass unser Vorgehen auf Dauer nachhaltiger ist.



13. Modul "Festanstellung"

Die Auguste beschäftigt Arbeitskräfte überwiegend in Festanstellung. Auch wenn die Festanstellung teurer ist, als die sonst übliche Einstellung von Aushilfskräften, meinen wir, dass unser Vorgehen auf Dauer nachhaltiger ist.





OKÖNOMIE



01. Modul "Kein Gewinn"



Normale“ Unternehmen verrechnen (vereinfacht ausgedrückt) ihre Ausgaben und Einnahmen insgesamt, und übrig bleibt der Gewinn. Daher haben diese Unternehmen kurzfristig gedacht ein Interesse, ihre Ausgaben zu drücken indem sie z.B. mehrere Anbieter konkurrieren lassen, und/oder ihre Einnahmen zu steigern indem sie einen am Markt erzielbaren Preis verlangen anstatt dem Preis den sie für ihre Kostendeckung brauchen. Diese Grundhaltung „normaler“ Unternehmen ist unserer Meinung nach die Ursache von vielen Übeln. Die Auguste-Inhaber zahlen sich weniger als Aufwandsentschädigung aus, als die eingestellten Aushilfen. So halten wir die Preise fair und können angemessene Löhne zahlen.





OKÖNOMIE



01. Modul „Open Franchise“

Die Module des Premium-Betriebssystems, die wir verwenden werden hier öffentlich gemacht und können kostenlos kopiert werden. Auf Wunsch beraten wir auch gerne bei der Umsetzung, nur die dafür nötige Arbeitszeit und eventuelle Reisekosten müssen manchmal erstattet werden (je nach Umfang).

03. Modul „Produktionsfehler“

Auch bei uns geht in der Küche mal was schief. Kritik online oder direkt vom Gast nehmen wir IMMER zum Anlass, intensiv nach den Gründen zu forschen. Jede Reklamation wird freundlich und für den Gast befriediegend bearbeitet.



AUGUSTE-premium-junkfood.de

Augustenstraße 37, 90461 Nürnberg
Telefon Lokal: 0911-9326869, Telefon Büro 0911-95980811
Internet: www.premium-junkfood.de, Mail: auguste[bei]premium-junkfood.de

Pächter: Boris Hagel, Tom Kretschmer